Pubertät und ihre Tücken



Dein Hund steckt gerade mitten in der Pubertät, also zwischen dem Jugendlichen- und Erwachsenenalter. Auch für den Hund eine aufregende Zeit mit vielen Hochs und Tiefs. Dennoch möchte man den lieben Vierbeiner allzu gerne mal kräftig schütteln. Tu das nicht! Er meint es nicht böse.

 

Die Verknüpfung der Synapsen im Gehirn werden in der Pubertät durch die Ausschüttung von Aminosäure gelöst. Das gibt dem Hund die Chance, neue Verknüpfungen zu erstellen, alte und unbrauchbare zu löschen. Im Grunde sortiert er sein Gehirn neu. Wie bei jeder Umstrukturierung herrscht das reine Chaos und nichts findet sich wieder. Durch Geduld und Wiederholung hilfst du ihm, die Verknüpfungen wieder an der richtigen Stelle zu platzieren.

 

Die Hormone kommen in diesem Chaos unglücklicherweise noch hinzu. Da beginnt die Hündin plötzlich sich divenhaft zu zeigen und der Rüde lässt seine Muskeln spielen und prollt ordentlich rum. Erinnere dich kurz an deine Schulzeit und du weißt genau, was da gerade vorgeht.

 

Die Ausschüttung der Sexualhormone sorgen dafür, dass die Hirnregion der rationalen Entscheidungen angekurbelt wird. Bis es soweit ist, hat aber die Hirnregion der emotionalen Handlungen die Oberhand. Leider sehr zum Leidwesen der Hundehalter.

 

Die mentale Reife erreicht der Hund erst im Erwachsenenalter. Vorher schwankt sein Verhalten noch sehr. Die Souveränität fehlt ganz einfach. Er ist weder Fisch noch Fleisch, häufig unsicher und weiß nicht, wo er eigentlich steht. Er benimmt sich scheinbar launisch und manchmal sogar recht forsch. Das ist ein normaler Prozess. Dein Hund versucht, seine Position zu finden. 

 

Bereits Erlerntes wird in der Zeit zwischen Junghund und erwachsenem Hund immer wieder in Frage gestellt. Kommandos werden vergessen und aufgestellte Regeln missachtet. Dem Hund böse zu sein hilft niemandem. In aller Ruhe die Grenzen wieder aufzeigen und bereits gekonnte Kommandos neu trainieren ist hier das Mittel der Wahl.

 

Willst du mehr darüber erfahren und deinen Hund besser verstehen, empfehle ich dir folgendes Buch:

HILFE, MEIN HUND IST IN DER PUBERTÄT

von Sophie Strodtbeck und Uwe Borchert

 

Hab Geduld und bleib am Ball. Am Ende wird alles gut!